Anwendungsgebiete
Die medizinische Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD)
Medizinisches Cannabis im Einsatz
Cannabis ist der lateinische Begriff für Hanf. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen diese Pflanze: Aus den Fasern stellt man Seile her, aus den Samen Öl. Aus den getrockneten Blüten und Blättern lassen sich die Rauschmittel Haschisch und Marihuana gewinnen. Die medizinischen Wirkungen von Hanf gehen vor allem auf die Inhaltsstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) zurück.
Seit 2017 übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen in bestimmten Fällen die Kosten für Cannabis-Arzneimittel. Cannabis kann bei schweren Krankheiten verordnet werden. Voraussetzung ist, dass andere Behandlungen nicht zur Verfügung stehen oder nicht möglich sind.
Medizinisches Cannabis im Einsatz
Anwendungsgebiete

Mögliche Anwendungen für THC-haltiges medizinisches Cannabis:
- Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparats.
- Die Cannabinoide THC und CBD aus medizinischem Cannabis können für einen festen und erholsamen Schlaf sorgen. [1]
- Symptome psychiatrischer Erkrankungen z.B. AD(H)S, Angststörung, Anpassungsstörung, Depression, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Schlafstörung, Tic-Störung, Tourette-Syndrom
- Symptome neurologischer Erkrankungen z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Polyneuropathie (z.B. diabetische), Tinnitus, Multiple Sklerose, Epilepsie/Krampfanfälle
- Schmerzhafte Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
- Schmerzhafte Hauterkrankungen z.B. Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Akne Inversa

Weitere Anwendungsgebiete:
- Symptome einer Krebserkrankung und/oder damit verbundenen Therapieverfahren z.B. bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs, Hautkrebs
- Menstruationsbeschwerden, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Endometriose
- Wechseljahre-Symptomatik (Menopause)
- Entzündungen und entzündlich bedingte Schmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Angststörungen
- Depressionen
- Bewegungsstörungen
- Epilepsie